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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Süßes und sauer Aufstoßendes


Heute ist Halloween. Hurra! Und heute ist es total funny für unser Kids durch die Streets zu ziehen und bei ihren Neighbors Candy zu erbetteln.

Nicht das ich etwas gegen Kinder hätte. Ganz in Gegenteil! Schlimm finde ich aber, dass anscheinend nur Negativtrends, wie dieses heidnische Halloween, aus den USA zu uns herüberschwappen. Und es fängt schon mit dem Wort Kids an. Das heißt in Deutschland Kinder - merkt Euch das verdammt nochmal!

Nach Filmen wie Beat Street war es hierzulande plötzlich cool die Fassaden der Häuser mit idiotischen Graffitis zu verschandeln. Und angloamerikanische Gangster-Rapper (was für Idole...) zeigten der hiesigen Jugend, dass nicht nur sie mit verkehrtherum getragenen Basketballermützen bekloppt aussehen. Und den Trend mit den viel zu großen, in den Kniekehlen getragenen, Hosen der irgendwie an von Mami beim Wichsen erwischt erinnert, verdanken wir wahrscheinlich einem von Michael Jacksons Affen. Doch wer weiß das schon so genau.

Nun ist es nicht so, dass ich hier über die Sitten und Bräuche der Amerikaner lästern möchte. Denn Es gibt einiges, was durchaus nachahmenswert wäre:

Nehmen wir beispielsweise den Fourth of July, den sogenannten Independence Day. Wir haben mit dem Tag der Deutschen Einheit einen vergleichbaren Feiertag. Doch anstatt die unblutige Wiedervereinigung zweier Staaten ähnlich frenetisch zu feiern wie die Amerikaner ihren Unabhängigkeitstag, freuen wir uns höchstens darüber, mal einen Tag nicht arbeiten zu müssen.

Oder Thanksgiving: Hier kommen Familien und Freunde zusammen und danken bei einem gemeinsamen Festmahl für all die Dinge die als selbstverständlich angesehen werden, es aber keinesfalls sind. Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass wir mit dem Erntedankfest eine vergleichbare Feier haben beziehungsweise hätten.

In den beiden als Beispiel angeführten Fällen hätte ich nichts gegen ein kulturelles Überschwappen! Ich fände es wirklich sehr schön, wenn die Deutschen dankbarer für die friedliche Wiedervereinigung wären, die so ganz nebenbei den Ostblock zerbröseln und die ständige Bedrohung durch einen Atomkrieg enorm schrumpfen ließ.

Es wäre auch wünschenswert, das Erntedankfest in der ihm zustehenden würdigen Art und Weise zu begehen. Erntedankfest - was für ein wundervoller Anlass! Einfach mal leicht in sich gekehrt dankbar dafür sein, dass wir uns und alles was wir brauchen haben. Denn nichts ist selbstverständlich! 

Aber nein, stattdessen feiern wir  heute Halloween. Gewissermaßen das RTL II unter den Festen... 




Dienstag, 28. August 2012

Wie man einen Knopf richtig drückt


Vor einiger Zeit schrieb ich bereits, dass ich pseudolustige Radiomoderatoren "gefressen" habe und moralisch sicher kein Problem damit hätte, ihnen (natürlich nur bei Zusicherung von Straffreiheit) mal mit Kettensäge oder Axt bewaffnet einen freundlichen Hausbesuch abzustatten.


Das wirkt jetzt reichlich überzogen, ist es aber nicht. Und mein Seelenklempner ist der Ansicht, dass ich meine Gedanken und Gefühle frei kommunizieren soll. Also tue Ich das auch.


Heute möchte Ich mich aber nicht über die geheuchelte Fröhlichkeit einiger Moderatoren aufregen, sondern über deren Blödheit.
Und zwar die Blödheit, einen simplen Knopf, den Verkehrsfunkknopf, richtig zu drücken. Dabei sollte es so einfach sein:

Beginn der Verkehrsnachrichten =  Knopf drücken.
Ende der Verkehrsnachrichten Knopf erneut drücken!

Zum Anfang der Verkehrsnachrichten ist ein nicht ganz zu Ende gespieltes Lied und eine Kurzvorstellung des Radiosenders ja durchaus noch tolerabel. 
Auch ein wenig Eigenwerbung wie: "Wir haben die allergrößte Monitorwand der Welt!", "Wir haben die geilsten Verkehrshubschrauber!!", "Wir haben den Größten und den Längsten und unsere Praktikantinnen sind alle nymphoman und tragen keinen Schlüpper" ist noch im Rahmen und erträglich. 
Aber zum Schluss der Verkehrsmeldungen ist der verdammte Knopf sofort zu drücken! Sofort!

Wenn hier das Geschwafel munter weitergeht und volle Granate das nächste Lied eingespielt wird, ist das einfach zu viel für mein Nervenkostüm. Deswegen noch einmal zur Erinnerung:

Beginn der Verkehrsnachrichten = Knopf drücken.
Ende der Verkehrsnachrichten Knopf erneut drücken!

Vielen Dank!

Montag, 27. August 2012

Armstrong ist tot - na und?!


Dieses Aufheben, welches um den toten Radfahrer gemacht wird, verstehe ich wirklich nicht. Der war doch niemand Besonderes. Wenn er vielleicht der erste Mann auf dem Mond oder ein toller Jazztrompeter gewesen wäre, könnte ich das ja noch nachvollziehen.

Doch er war nur ein Sportler, der seine Erfolge mit Dopingmitteln erschummelt hat. Fahrradfahren und Pillen einwerfen - beides Dinge, die meine Oma auch kann. Nur deswegen wird nach ihrem Tod sicher nicht so viel Trara gemacht.

Montag, 17. Oktober 2011

Seelenzeiten

Als ich dieser Tage bei meiner Frisöse Conny war, blätterte ich wie immer in den bei ihr ausgelegten Zeitschriften. Neben den üblichen Boulevardblättern lag dort auch eine Fachzeitung für Ärzte. Die hatte wohl einer ihrer Kunden dort vergessen. Aber das tut jetzt nichts zur Sache.

In besagter Zeitschrift fand ich unter der Rubrik Randnotiz einen Artikel, der sich mit dem Thema "Seelenzeiten" beschäftigte. Gemeint ist damit eine bewusste kleine Auszeit vom Alltagsstress. Klingt ja verdammt nach Entschleunigung, dachte ich mir. Musste aber beim weiterlesen feststellen, dass ich absolut falsch lag. Denn wer sich eine Seelenzeit gönnt, ist nicht nur passiv wie ein Entschleuniger, sondern auch aktiv. Wie, erklärt sich folgendermaßen:

Eine Gruppe von Ärzten die sich "CHIPs" (Chefärzte an Humanistisch Integrativen Psychosomatischen Kliniken) nennt, empfiehlt uns ein "Seelenzeit-Zeichen" zu setzen. Der Seelenzeitnehmende solle: 

"Beide Hände in Brusthöhe vor dem Körper aneinandergelegt und nach oben gerichtet, die Daumenspitzen gebeugt und vom Körper weghaltend" im Park sitzen und mit dieser Pose seinen Mitmenschen signalisieren, dass er derzeit nicht angesprochen werden möchte. 

Nach Meinung der Initiatoren, soll dies die Selbstfürsorge etwas gesellschaftsfähiger machen.

Gesellschaftsfähiger? Vielleicht. Zumindest die Nordic Walker dürfte es freuen. Sind sie doch nun nicht mehr die einzigen Trottel im Park...


Quelle: Deutsches Ärzteblatt
Bild. Wikimedia

Sonntag, 9. Oktober 2011

Deutschland sucht...Wie bitte?!

Nein, Deutschland sucht nicht! Ich bin gebürtige Deutsche und so deutsch, dass ich selbst mein Sauerkraut vor dem Verzehr bügle und die Fasern des vergorenen Kohls symmetrisch ausrichte.
Und ich wehre mich gegen die Behauptung, dass Deutschland (also auch ich!) irgendetwas oder irgendjemanden sucht!
Wie kann ein privater [sic] Sender von sich behaupten, er würde für uns, also für Deutschland, etwas suchen und somit im Auftrag und im Namen unseres Landes handeln? Das ist anmaßend und die Aussage durchaus einer juristischen Prüfung würdig!

Negerschau

Noch ein kurzer Nachtrag zu meinem vorherigen Artikel. Vor nicht allzu langer Zeit delektierten sich Zoobesucher an für sie fremdartigen Menschen bei sogenannten Völkerschauen.
Mittlerweile ist das Thema natürlich vom Tisch, da wir, ach so aufgeklärten, Mitteleuropäer natürlich politisch korrekt sind.

Hier möchte ich gern folgende Frage aufwerfen: Wo ist  eigentlich der Unterschied zwischen Menschen bestaunen im Zoo und dem Vorführen von Deppen im täglichen Fernseh-Unterhaltungsprogramm? Nach meinem Dafürhalten gibt es keinen Unterschied! Beides ist unerhört und bei letzerem sollten die Zuschauer diese Sendeformate mit der  verdienten Nichtachtung strafen.
Bild: Wikimedia

Fremdschämen par exellence

Den gestrigen Abend verbrachte ich mit zwei Freundinnen vor dem Fernseher. Wir hatten als Dauerberieselung RTL eingeschaltet. Erst sahen wir Explosiv. Hier wurden Fotos von  Maite Kelly gezeigt, wie sie nackt, nur mit Marshmallows bedeckt, in einer Badewanne posierte. So weit, so gut - so ist eben Boulevardfernsehen. 
Im Anschluss  gingen die obersuper-investigativ "Reporter" mit Mikrofon und Kamera bewaffnet in einer Fußgängerzone auf Bauernfang. Und tatsächlich gelang es ihnen, dort eine Sekretärin, durchschnittlichen Aussehens, dazu zu überreden, es Frau Kelly gleichzutun und sich in ebensolcher Pose ablichten zu lassen.
Das will niemand sehen - schon gar nicht nackt!

Weiter im Programm (von dem "ironischen" Werbebreak, mit dem Behinderten ohne Beine einmal abgesehen) ging es mit einer Sendung, in der ein Supertalent gesucht wird. 
Nun ist es ja nichts Neues, dass es viele Menschen gibt, bei deren Selbstwahrnehmung zwischen dem was sie sind und dem was sie glauben zu sein, eine eklatante Lücke klafft. 
In dieser Sendung wurde u.a. ein 26ig-Jähriger LKW-Fahrer aus Berlin vorgestellt, dessen Kopfform schon bei seiner Kurzvorstellung im Anmoderations-Trailer nichts Gutes verhieß. Und richtig: Als sich dann besagter Trucker auf der Bühne zu produzieren versuchte, sah ich mich in meinem Anfangsverdacht bestätigt. Ein (er möge mir verzeihen, aber das ist nun einmal meine Meinung) Evolutionsversager, wie er im Buche steht!

Natürlich war sich die Jury um Dieter Bohlen sich nicht zu schade, den soeben wissentlich vorgeführten Deppen, mit Spott und Häme zu überziehen.

Mir tat der arme Mann (und die oben angesprochene Sekretärin) wirklich leid! 
Mein Résumé nach ca. 4 stündigen RTL-Konsum: Ich finde es moralisch verwerflich, widerwärtig und absolut unanständig, grenzdebile oder einfach nur dumme Menschen derart vorzuführen! Wären diese Menschen entmündigt, könnte ich mir als Nichtjuristin sogar vorstellen, dass ein öffentliches Zurschaustellen dieser minderbemittelten, vergeblich nach Ruhm und Anerkennung Strebenden, strafbar wäre.
Die Verantwortlichen sollten sich schämen!
Bild: Wikimedia

Sonntag, 23. Januar 2011

Geschmacklos

Die ganze Nacht konnte ich kein Auge zudrücken, weil ich mich so geärgert habe. Hans-Martin (Der neue Bekannte meiner Kollegin Britta - aber das ist ja eigentlich egal.) meinte gestern zu mir, ich wäre absolut geschmacklos. Wie meint er das nur? Bin ich etwa ein Tofu?

Freitag, 31. Dezember 2010

Elkes kleiner Jahresrückblick 2010

Nur noch ein paar Stunden und das Jahr 2010 ist Geschichte. Es gab Negatives, wie zum Beispiel der Rücktritt von Horst Köhler (in seiner vertrottelten Art fand ich den irgendwie süß) und Positives, wie das Engagement eines Mineralölkonzerns gegen den Hunger auf der Welt anzukämpfen. Auf die Idee im Golf von Mexiko Ölsardinen zu züchten, muss man erst einmal kommen. Respekt!

Dann war da noch, so glaube ich, irgendein Erdbeben, eine ganz kuschelige Loveparade und und und. 

All den Glücklichen, die nicht persönlich von Katastrophen und Schicksalsschlägen betroffen wurden, sei heute ein kurzer, meditativer Rückblick auf das vergangene Jahr ans Herz gelegt.

Einfach mal ein paar Minuten lang nicht über fehlendes Geld, nervende Nachbarn oder (des Deutschen Lieblingsthema) das schlechte Wetter meckern. Also: Klappe zu und denkt einfach mal darüber nach, wie gut es uns eigentlich geht.

In diesem Sinne wünsche ich allen Leserinnen und Lesern einen guten Start ins neue Jahr. Vor allem Glück und Gesundheit!

Dienstag, 28. Dezember 2010

Kalte Füße

Das Schöne an so einem Blog/Tagebuch ist, dass ich euch mit allem möglichen belanglosen Zeug ganz nach meinem Belieben zutexten kann. Ihr könnt euch dagegen schließlich nicht wehren. Und wenn, dann nur bedingt.  Entweder ihr habt euch per Zufall auf die Seite verirrt oder via Suchmaschine. 

Wenn ihr Stammleser seid,  lest ihr den hier fabrizierten Mist wahrscheinlich einfach gewohnheitsmäßig weg. Das gibt mir jetzt ein ganz schönes Stück Macht! Jetzt könnte ich, nach frei Dünken, sozialkritische und/oder politische Themen wild mixen und euch halbllegasthenischen Spasten als ungaren Brei vor die Füße kotzen - und ihr schlürft wahrscheinlich diese dahingerotzte, körperwarme Brühe auch noch als  "Elkes intellektuelle Ergüsse" mit Wonne weg. 

Herrlich, dieses Machtgefühl!!!
Was ich heute als Botschaft gern loswerden wollte ist:

Ich habe kalte Füße!

Und jetzt fangt mit dieser Information an, was Ihr wollt.

PS: Dieser Blogpost  entstand unter dem Einfluss von berauschenden, bewusstseinsverändernden Substanzen. Sollte ich euch beleidigt haben, dann ist mir das scheißegal.

Samstag, 25. Dezember 2010

Freude am Schenken

So, das Gröbste ist überstanden. Heiligabend ist vorbei und der erste Feiertag fast. Morgen Nachmittag noch kurz die bucklige Verwandtschaft ertragen und das war es dann.

Natürlich haben es sich wieder einige Freunde und Kollegen nicht nehmen lassen, mir auch etwas zu schenken. Und das obwohl wir ausgemacht haben, das dieses Jahr nicht zu tun.

Wirklich großartig..., wozu trifft man eigentlich im Vorfeld solche Absprachen, wenn einige meinen über den Dingen zu stehen und sich nicht daran halten? Gut, waren alles nur Kleinigkeiten. Aber es geht ums Prinzip! Da kommt man sich doch blöd vor, wenn man selbst nichts für die Anderen hat.

Mittlerweile habe ich hier meine eigene Theorie entwickelt. Meiner Meinung nach sind die Schenkenden in Wahrheit üble Egoisten. Klingt paradox, ist aber so und erklärt sich folgendermaßen:

Es scheint weniger die Freude am Schenken, als Schadenfreude zu sein. Schadenfreude darüber, den  Andern zu kompromittieren. Entweder das, oder der Schenkende ist hochgradig profilneurotisch und versucht sich durch seinem billigen Tand selbst in den Mittelpunkt zu spielen. Ich bin jedenfalls sauer!

Aber wenigstens war unter den Präsenten eine Flasche feinster Roter. Die wird mir heute sicher dabei helfen, den Ärger  über diese Falschspieler runterzuspülen. 

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Alle Jahre wieder

Diejenigen die wie ich Weihnachten nicht mögen, hacken ja gern auf dem vermeintlichen Konsumterror herum. Mir persönlich ist das egal. Auch wenn ich nicht verstehe, warum es bereits ab August das ganze Weihnachtsgelumpe in den Supermärkten gibt. Doch schließlich zwingt mich niemand, dieses Zeug auch zu kaufen.
   
Wirklich schlimm finde ich die Sexualisierung des ursprünglich christlichen Festes. Da kommt der Weihnachtsmann mit roter Mütze und seinem dicken Sack um Kinder(!) vor ihm strammstehen zu lassen.
Unter Androhung von physischer Gewalt  lässt er sie dann Gedichte rezitieren, die seinem Ego schmeicheln sollen. Versagen die kleinen Humanazubis dabei, droht Züchtigung mit der Rute.

Dicke Männer mit roten Mützen die gern Kinder verprügeln -  das erinnert mich weniger an ein Fest der Liebe und der Freude, als an Zustände in manch einem katholischen Internat.

Aber vielleicht sehe ich das ja auch vollkommen falsch.

Was ich ebenso wenig verstehe: Wenn es heißt: "Der Weihnachtsmann kommt durch den Kamin." Bedeutet das, der Rauchabzug hat einen erotisierenden Effekt, der bei ihm einen Erguss induziert?  Da sag' ich nur pfui Deibel!

Montag, 20. Dezember 2010

Verkaufsoffener Sonntag

Ich verstehe nicht, warum in Deutschland so ein Brimborium um die Ladenöffnungszeiten gemacht wird. In keinem anderen Land der Welt ist das so. Versucht doch einfach mal einem Spanier oder Briten Worte wie: "Nachtbackverbot" oder "Ladenschlussgesetz" zu erklären. Viel Spaß dabei...

Den gestrigen verkaufsoffenen Sonntag habe ich dazu genutzt, die letzten Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Beim Auktionshaus erstand ich mit "sofort Kaufen" eine Designerklobrille für meinen Vater. Und für meine Mutter habe ich eine DVD (Best of Death Metal) bei einem Online-Büchershop bestellt.

Beide Händler versicherten mir, pünktlich bis zum Fest zu liefern. Und da die DVD über 20€ kostete, fallen hier nicht einmal Versandkosten an. Klasse!

Wie gesagt, das ganze Diskussion um Ladenöffnungszeiten finde ich ziemlich abstrus. Wann hat denn der Berufstätige genügend Zeit sich um solche Erledigungen zu kümmern, außer am Wochenende?

Also von mir aus könnte jeder Sonntag auch ein Verkaufsoffener sein. Ich find's total praktisch!

Samstag, 18. Dezember 2010

Weihnachtsmarkt

Was ist das für ein schönes Winterwetter. Nicht so schmuddelig wie im Herbst. Dieses grau in grau finde ich immer besonders nervig. Außerdem muss man im Herbst ständig aufpassen, wo man hintritt. Denn „Hundeglück“ versteht es hervorragend darauf, sich als Laub zu tarnen. Das ist im Winter nicht so. Hier sieht man die Hinterlassenschaften der vierbeinigen „Freunde“ wunderbar. Zumindest wenn Schnee liegt. Aber ich schweife ab. Eigentlich wollte ich Euch ja von meinen heutigen Plänen berichten.

Das wunderbare Wetter nutzend werde ich heute mit Sabine und Carmen (Bekannte aus meiner Aquagymnastikgruppe) auf den Weihnachtsmarkt gehen. Dort werden wir die Kalorientabelle mal vergessen und es uns so richtig gut gehen lassen. Ich freue mich schon auf Grünkohl, gebrannte Mandeln, Zuckerwatte und Glühwein. 

Den Glühwein natürlich mit – Ihr ahnt es sicher schon – einem ordentlichen Schuss Amaretto. Habt alle ein schönes Wochenende!

Donnerstag, 2. Dezember 2010

My Deepest Sorrow

Da hat mich einer der Kommentatoren hier im Blog auf eine Idee gebracht. Warum nicht einfach die Beniner Königsfamilie anschreiben und fragen, ob der Anwalt in ihrem Auftrag handelt. Gesagt, getan:

"Dear Kingfamely of Benin,
at the First my deepest sorrow about the death of  your King Mbete IX!
 Last week has me an Attorney of Law in your Name contacted. He says, that you says, he must write me. And he write that you want to give me a Lot of your Money. 

That only Thing what i have to do is, watch this Money for you. And if you come to Berlin, i give you a Part of this back again. 
 
Than you can go example given to the Reichstag or on the Berliner Weihnachtsmarkt,  to drink a Glühwein and eat a Bratwurst there.Please tell me: Is Mr. Ndugu Mbata your Attorney? Have he an Order from you? Yes or No?
Sincerly 
Elke Pohn"
  
 Leider war beim besten Willen die E-Mail-Adresse der hoheitlichen Familie nicht herauszubekommen. Deswegen habe ich es per Briefpost verschickt. Jetzt sollen die sich mal ganz offiziell dazu äußern. 

Sonntag, 28. November 2010

Der Dritte Weltkrieg fiel leider aus

Der Abend mit Britta gestern war spitzenmäßig. Wir konnten uns mal wieder so richtig schön ausquatschen. Sie hat mir nun auch endlich von den Geschehnissen auf der Party berichtet. Ich war entsetzt! Was dort passierte ist so abstoßend, dass ich hier im Blog nicht darüber berichten werde. Und glaubt mir, Ihr wollt das auch wirklich nicht wissen!

Wir waren dann auch noch kurz zusammen im Internet unterwegs. Bei der Gelegenheit zeigte mir Britta Berichte von einigen Spanner-Opfern. Also Menschen, die wie ich angeschrieben wurden und denen in E-Mails große Geldsummen versprochen wurden. Fast alle die dort in Foren darüber berichteten sagten, dass sie betrogen wurden und nie auch nur einen müden Cent gesehen hätten.

Aber gut, das waren nur irgendwelche unverifizierten Erfahrungsberichte aus dem Internet - und dem kann man ja bekanntlich nur bedingt vertrauen. ..Ich werde sicherheitshalber trotzdem noch einmal in Ruhe recherchieren. Vielleicht ist ja doch etwas an diesen Warnungen dran.

Die beiden Filme, die ich besorgt hatte, waren so lala. Ben Stiller war wie immer total süß, aber bei dem zweiten Film habe ich mich echt vergriffen. Es war leider keine Dokumentation über den Dritten Weltkrieg, sondern über das Dritte Reich. Also mit Hitler, Russen, Nazis und so'n Zeugs. Die haben wir uns auch schon gar nicht mehr bis zum Ende angeschaut. Irgendwann - es muss so zwischen Stalingrad und Kursk gewesen sein - sind wir beide dann eingeschlafen. Vielleicht lag's an der späten Stunde oder am Glühwein, wer weiß.

Heute sind wir erst gegen 14 Uhr ziemlich verkatert aufgestanden. Nach dem "Frühstück" habe ich Britta noch zum Auto gebracht und im Anschluss die beiden Filme in der Videothek abgegeben. Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich wieder zwei Neue mitgenommen. Denn heute habe ich sowieso nichts anders mehr vor, als zu Faulenzen.

Freitag, 19. November 2010

Schnell wie der Wind

Mein Kollege Peter, der mir gestern auch schon den Tipp mit dem Scheibe heizen gab, hat mir noch einen Superhinweis gegeben. Er sagt ich soll an der Ampel nicht immer die Fahrstufe rausnehmen, bzw. sie nicht erst bei Grün wieder einlegen. 

Was soll ich Euch sagen. Heute war ich schnell wie der Wind! Auch meine Hintermänner haben nicht ständig gehupt! Gut, vielleicht hatten sie auch nur Angst, weil ich sie nun durch die unbeschlagene Heckscheibe hätte identifizieren können. Wer weiß...

Freitag, 5. November 2010

Akustische Umweltverschmutzung

Ich habe mich heute mit meinem Freund Bernd über diese nervigen Radiomoderatoren unterhalten. Bernd ist ein guter Freund von mir. Er hat mal zwei Semester Jura studiert, bis er merkte, dass ihm Autofahren eigentlich viel mehr Spaß macht. Seitdem fährt er Taxi, ist sich aber für eine kostenlose Rechtsberatung nicht zu schade.

Er meint, dass Selbstjustiz in diesem Fall zwar nachvollziehbar wäre und vor dem Kadi sicher auch mildernde Umstände bringen würde, aber dennoch würde er mir wegen der zu erwartenden Haftstrafe dringend davon abraten. Außerdem würde es im Endeffekt nichts bringen, da solche profilneurotischen Hohlbirnen ja beliebig austauschbar sind und vom Sender nahtlos durch andere Moderationsäffchen ersetzt werden können.

Nach seinem Dafürhalten sollte ich den Rechtsweg beschreiten und den Radiosender direkt verklagen. Zum Beispiel wegen Verstoß gegen das Emmisionsschutzgesetz oder akustischer Umweltverschmutzung. So könnte der Sender zum Beispiel dazu verurteilt werden, nicht nur die Musik sondern auch die übertrieben fröhlichen Stimmen der Moderatoren durch den Dynamikbegrenzer zu filtern. Das wäre zumindest ein Anfang.

Außerdem könnten wir seiner Meinung nach eine Studie in Auftrag geben, die gezielt nach Zusammenhängen von Amokläufen und anderen Gewaltexzessen und dem Konsum von pseudolustigen Radiosendungen sucht.
Wer von euch gewillt ist sich einer Sammelklage gegen die unlustigen Nervtöter anzuschließen, kann sich gern bei mir melden.

Donnerstag, 4. November 2010

Crazy Morningshow

Musste heute bereits um 5 Uhr aufstehen. Draußen ist es noch dunkel und nasskalt. Es ist windig und es regnet. Habe gerade meine erste Tasse Kaffee beim Wickel und im allerbesten Radiosender der Welt läuft so eine obersupertolle Gute-Morgen-Show. Ich frage mich, was daran wohl gut sein soll. Das dynamische Moderationsduo überschlägt sich fast mit vermeintlich flotten Sprüchen und albernen Gegacker. Habe nicht übel Lust, einen Auftragsmörder auf sie zu hetzen. Hole mir jetzt noch eine zweite Tasse Kaffee, in der Hoffnung, dass sich meine Laune noch etwas bessert. Wenn nicht, haben die beiden Flachzangen ein Problem und der Sender bald zwei freie Stellen...

Freitag, 29. Oktober 2010

Winterzeit

Endlich ist Wochenende. Doch so richtig kann ich mich diesmal nicht darüber freuen. Denn Sonntag Nacht muss man wieder einmal die Uhren umstellen. Ich finde das ist absolut hirnrissig! Können die nicht mal etwas Rücksicht auf uns nehmen und das vielleicht am Tage und nicht mitten in der Nacht machen?! Die ganze Argumentation von wegen, man könne ja eine Stunde länger schlafen und so, ist doch kompletter Unsinn!  Wenn ich mich nachts um drei aus dem Bett quäle um alle Uhren in der Wohnung umzustellen, kann ich gleich aufbleiben, da ich sowieso nicht wieder einschlafen kann. Aber was soll's, da müssen wir ja alle durch.